Ich kann nicht direkt darauf antworten, ob die Überlegung zutreffend ist, da hierzu erst das Ziel der RESFO und das Ziel der anderen Techniken genau definiert werden müssen. Das Ziel der RESFO besteht darin, bei unserem Tod ein metaphysisches Element freizusetzen, das in einer anderen Welt lebensfähig ist, so wie das auch in der Welt eines schwangeren Uterus der Fall ist: Die Plazenta muss für sich eine Existenz akzeptieren, die es ihr bei ihrem Tod ermöglicht, einen Fötus freizusetzen, der in der ihn aufnehmenden Welt lebensfähig sein kann. Die Existenz verläuft von der Geburt an bis zum Tod dank des Funktionierens unserer Zellen, die durch die Aktivität unserer Gene bestimmt und kontrolliert wird. Diese Aktivität endet im Augenblick des Todes und führt zum Stillstand all unserer vitalen Funktionen.
In der Neuen Sicht des Menschen, dem Kapitel, das den Fragen und Antworten vorausgeht, habe ich das Genom als die Gesamtheit des genetischen Materials eines Individuums oder einer Art definiert, das in seiner DNA codiert ist. Es handelt sich also um das gesamte Erbgut, das wie in einem Buch aufgeschrieben steht. Die Art und Weise dieses Buch zu lesen und damit den Bestandteilen der Zelle anzuweisen, das zu produzieren, was die organischen Funktionen in Gang setzt, hängt vom Epigenom ab. Während die Gene in ihrer grundlegenden Beschaffenheit erhalten bleiben, verändert das Epigenom deren Aktivität, um diese Aktivität verschieden zu machen von der, die sie hätten exprimieren müssen. Eine Behandlung nach der RESFO ermöglicht auf zellulärer Ebene allmählich eine korrektes Lesens des Genoms, wobei dessen grundlegende Beschaffenheit gewahrt bleibt. Außerhalb der direkten Wirkung der RESFO ist es möglich, auf das Epigenom einzuwirken, indem wir unsere Haltungen und unsere Denkweisen ändern. Die Epigenetik ist ein neuer Wissenschaftszweig, der das Epigenom erforscht und damit die Mechanismen, die die Expression der Gene reversibel, transferierbar (bei der Zellteilung) und adaptiv modulieren, ohne deren Struktur zu verändern. Sie offenbart, dass die aus unserer Erblinie stammenden Informationen und unser Lebensstil unsere Gene beeinflussen. Dieser neue Forschungszweig erteilt uns auch Ratschläge um unser Verhalten zu ändern: sich ausgeglichen ernähren (die Kalorienzufuhr reduzieren), sich bewegen (regelmäßig 30-40 Min. am Tag), den Stress bewältigen (durch Entspannung, Yoga, Qigong, Meditation, …) und das Glücksempfinden zu wahren (die 4 Glückshormone stimulieren um positive Gefühle zu kreieren). Ausgeglichene Ernährung und jedem Einzelnen angemessene körperliche Betätigung sind durchaus akzeptable Ratschläge. Aber es ist schwierig, den Stress zu bewältigen und das Glücksempfinden zu wahren, ohne unsere Psyche ins Spiel zu bringen, die ja nur dadurch aktiv werden kann, indem sie sich auf die Vergangenheit oder eine imaginäre Zukunft bezieht. Die Psyche und damit natürlich auch unser Denken und Fühlen erweisen sich so als der einziger Feind für unser Zellwissen. Letztere darf nur in der Realität des gegenwärtigen funktionellen Augenblicks aktiv werden, den der Organismus in seiner Ganzheit teilt. Das kann man leicht anhand des folgenden Beispiels nachvollziehen: Wenn man z.B. Zucker isst, dann steigt der Blutzuckerspiegel an und die Pankreaszellen erhalten ein Signal der Zelle, d.h. des Genoms, um eine ausreichende Menge an Insulin zu produzieren, um den Blutzuckerspiegel wieder zu normalisieren. Man stelle sich nun vor, dass das Funktionieren der Pankreaszellen von unserer Psyche, unserem Denken, bestimmt würde. Das durch die Süße des Zuckers ausgelöste Glücksempfinden würde die Gefahr eines Kontrollverlustes über den Blutzuckerspiegel vergessen lassen und ein dadurch erhöhter Blutzuckerspiegel könnte dann fatale Folgen haben. Entsprechend würde auch in dem Falle, in dem die Psyche um die Gefahr eines erhöhten Blutzuckerspiegels wüsste, auf deren Anweisung hin präventiv Insulin ausgeschüttet werden, und zwar noch bevor Zucker konsumiert würde, was dann wiederum zur Gefahr einer Unterzuckerung führen würde.
Die Medizin ist sicherlich nicht in der Lage hier entsprechende Ratschläge zu erteilen, da sie keinerlei Kenntnis vom metaphysischen Teil unseres Wesens hat, der unser Zellwissen zwingt, in der Realität des gegenwärtigen Augenblicks aktiv zu werden um eine vollständige funktionale Harmonie zu gewährleisten, die die Globalität unseres Wesens in seinem physischen und seinem metaphysischen Teil umfasst.
Da das Epigenom vom Ablauf unserer Existenz abhängt, sind wir gut beraten, das zu respektieren, was uns überhaupt erst ermöglicht hat, erschaffen zu werden. Natürlich ist es schwierig, uns des ursprünglichen Zustandes unserer Existenz bewusst zu werden, so können wir uns aber doch darauf beziehen, was in einer Welt, die uns vorausging, nötig war um unsere Geburt in unsere gegenwärtige Welt zu ermöglichen. Damit die Eizelle und das Spermium die erste Zelle erzeugen können, müssen die Eizelle und das Spermium sich akzeptieren und einen gegenwärtigen Augenblick herbeiführen, d.h. dass sie ihre Unterschiede (Vergangenheit und Zukunft) akzeptieren, aber gleichzeitig müssen sie ihre gemeinsame Funktion akzeptieren, da es sich um zwei gleichwertige Gameten handelt, der eine weiblich, der andere männlich.
Ich kann folglich jetzt antworten, dass die Haltung, die angesichts der Verantwortung für das unsere Gene störende Epigenom einnehmen müssen, die Ausübung der RESFO in dem in der Frage angeführten Umfeld nicht erlaubt, da die Ausübung der RESFO erfordert NICHTS zu sein auf der Ebene der Psyche. Das geschilderte Umfeld bietet jedoch Praktiken an, die es erfordern mehr als NICHTS zu sein, ja sogar ALLES, das Beste, und damit wird die Realität des gegenwärtigen Augenblicks nicht respektiert.Die Verschiedenheit zu akzeptieren, ohne dass es eine Ähnlichkeit gibt, ist so schädlich wie eine Ähnlichkeit zu akzeptieren, ohne dass eine Verschiedenheit gibt. Damit ein Paar, sei es materiell oder immateriell, harmonisch funktionieren kann, muss es jene Haltung respektieren, die uns die RESFO vorgibt. Nehmen wir das Bild eines Paares, die Pedale eines Fahrrades z. B.: die Pedale haben eine Ähnlichkeit in der Form, aber eine Verschiedenheit in der Anordnung, was die Erzeugung eines dritten Elements ermöglicht, also z.B. eine Funktion, die die Herstellung von Elektrizität ermöglicht. Das erlaubt mir, Ihnen eine oder mehrere Überlegungen zu eröffnen, wie wichtig es ist, eine Menge nicht mit einem wirklichen Paar zu verwechseln, um herauszufinden, ob man ihnen den Status einer Funktion zugestehen kann.