Das Problem mit dem Rauchen ist sowohl ganz einfach als auch kompliziert.
Die Menschen rauchen aus dreierlei Gründen:
- zum Vergnügen
- aus Gewohnheit
- weil sie nikotinsüchtig sind
Die beiden ersten Gründe hängen von der Psyche eines jeden ab und wenn man sich von dieser Abhängigkeit frei machen will, dann hat man nicht mehr und nicht weniger als die Wahl, sich dieses Vergnügen nicht mehr zu gönnen oder mit dieser Gewohnheit zu brechen. Die Technik, die ich anwende und die ich RESFO genannt habe, wirkt in keinster Weise auf die Psyche, sondern allein auf zellulärer Ebene und damit auf die körperliche Sucht an sich.
Die Nikotinsucht beruht nämlich auf einem Bedürfnis der Zelle. Um funktionieren zu können und das zu produzieren, was sie produzieren muss, verfügt die Zelle über Gene, die, wenn sie stimuliert werden, der Zelle ermöglichen, eben das herzustellen, was zum Funktionieren des gesamten Organismus nötig ist und zwar sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene.
Die Gene in unseren Zellen sind eben jene Gene, die sich im Laufe unserer genetischen Entwicklung zusammengefunden haben, eine Entwicklung, die bis zu den ersten Augenblicken des Universums zurückreicht.
Bei der Entwicklung eines menschlichen Wesens in utero haben wir schon weiter oben davon gesprochen, dass die erste Zelle, die aus der Vereinigung eines Spermiums und einer Eizelle entsteht, das genetische Erbe der Eltern enthält und genau dieses genetische Erbe an 3 Elemente weitergibt, nämlich die Plazenta, die Nabelschnur und den Fötus. Diese 3 Elemente entwickeln sich jedoch zu 3 verschiedenen Strukturen, wobei man die Plazenta als physische Struktur, den Fötus als metaphysische Struktur und die Nabelschnur als zwischen den beiden befindliche Struktur betrachten kann. Die Nabelschnur ist gleichsam die Seele, die die beiden anderen Element verbindet und harmonisiert, indem sie das Gemeinsame der beiden bildet. Wenn der Fötus aus der uterinen Welt ausgestoßen wird und durch Informationen, die aus einer neuen, jenseitigen Welt kommen, stimuliert wird, dann verhält er sich so wie die erste Zelle in utero. Es entwickelt sich ein kleines physisches menschliches Wesen, Mann oder Frau, aber auch ein metaphysisches Element, das imstande ist, sich in einer anderen Welt zu entwickeln und zudem ein Element dazwischen, das das Gemeinsame der beiden Strukturen verkörpert um die existentielle Zukunft des metaphysischen Elements zu erleichtern. Das intermediäre Element muss deshalb über ein aktives Genom im großen DNA-Molekül verfügen, das der programmierten Entwicklung des metaphysischen Elements gerecht wird. Wenn wir auf die graphische Darstellung “Genom und Epigenom“ des Textes “Eine neue Sicht des Menschen“ zurückkommen, dann muss das perfekte intermediäre Element als aktive Gene Hh, Vh, Ah, Mh, Th, Ch haben, damit das metaphysische Element in eine andere Welt als X Mutation des Menschlichen zu XO geboren werden kann. Das kleine physische menschliche Wesen besitzt in seinen Zellen jedoch die von seinen menschlichen Eltern und damit der gesamten Erblinie des Universums ererbten Gene. Das intermediäre Element ist jedoch notwendigerweise nicht perfekt, da es vererbt worden ist und deshalb hat es auch die spontane Erschaffung eines metaphysischen Elements nicht ermöglicht, das in einer anderen Welt existieren könnte als jener, in der es sich von neuem selbst wieder erschaffen hat. Die am stärksten gestörten ererbten Elemente sind die Elemente aus der Erblinie des Pflanzlichen, die der Erblinie des Menschlichen am nächsten kommt. Anstatt auf der Entwicklungslinie ein Vh zu exprimieren, besteht sie aus Vv, Av, Mv, Tv oder Cv. Das Element Vh fehlt jedoch, was wir bei unseren Untersuchungen mit der RESFO feststellen.
In unserem Organismus geht aus dem Pflanzlichen das Ektoderm hervor, das äußere Keimblatt des Embryos, aus dem sich die Epidermis und das Nervensystem entwickeln. Das Ektoderm ist zuständig für die Schutz- und Sensibilitätsfunktion. Im Laufe der Entwicklung teilt sich das Ektoderm in zwei Gewebearten, nämlich die Epidermis und das Neuroektoderm. Die Epidermis umfasst die Haut, die Augenlinse, die Hornhaut… Aus dem Neuroektoderm gehen das Nervensystem hervor und damit insbesondere das Großhirn, das Kleinhirn, das Rückenmark, die spinalen und sympathischen Ganglien, die Pigmentzellen, die viszeralen Knorpel und die Schleimhäute. Es spielt deshalb eine sehr wichtige Rolle bei der Steuerung der Beziehungen zwischen einerseits den Elementen, aus denen wir bestehen, und andererseits zwischen uns selbst und der Außenwelt. Das Ektoderm ist also das Symbol für alles, was mit Beziehungen zu tun hat, im Folgenden auch als Relationales bezeichnet.
Auch in der Natur ist das Pflanzliche ein wichtiges relationales Element für den Menschen, da er einerseits Sauerstoff braucht um existieren zu können und andererseits das für ihn giftige Kohlendioxid abgeben muss. Pflanzen wiederum brauchen für ihre Existenz Kohlendioxid und scheiden den für sie giftigen Sauerstoff wieder aus. Dieser relationale Aspekt zwischen der Menschen- und Pflanzenwelt ist also von großer Bedeutung. Das Relationale per se liefert uns nämlich ein Gesetz der Existenz, das es zu respektieren gilt: verwerfen, was schädlich oder nutzlos ist, und behalten, was für unsere Existenz notwendig ist.
Ein nikotinsüchtiger Raucher hat Beziehungsprobleme, da ihm die Funktion Vh fehlt. Diese Probleme hat er zunächst mit sich selbst: Angst vor Einsamkeit, Mangel an Affektivem (Tv statt Vh), Mangel an Selbstvertrauen (Mv statt Vh), Mangel an Konzentrations- und spontanem Urteilsvermögen (Cv statt Vh), Angst vor der Zukunft (Av statt Vh). Kurzum, das Problem des Rauchers beruht auf dem Mangel an aktivem Vh in seinen Genen und deshalb muss er Gene aus dem Pflanzlichen stimulieren, die aus der nicht humanisierten Erblinie stammen (Vv, Av, Mv, Tv oder Cv), um seine relationalen Probleme bewältigen zu können. Der einfachste und offensichtlichste Weg führt zur Verwendung von Pflanzlichem, das in der Natur vorkommt, allerdings nicht in seiner stofflichen Form, damit die Zellen nicht die wirkliche Existenzform der verwendeten Pflanzen wahrnehmen. Es kommt hier nämlich nur zu einer memoriellen Stimulierung eines vergangenen Zustandes, als das Relationale noch keine Probleme hatte. Wenn der nikotinabhängige Raucher mit dem Rauchen aufhört ohne ein aktives Vh-Gen wiederherzustellen, dann wird er andere Stimulantien pflanzlicher Art verwenden wie z.B. Alkohol, Mehl, Zucker …, oder härtere Drogen pflanzlicher Art oder auch Medikamente mit Nikotinextrakten. In diesen Fällen wird das empfundene Leiden im Hinblick auf das Pflanzliche (Vv) weniger stark empfunden werden. Aber es wird dann in Bezug auf Av zum Ausdruck kommen, (Bedürfnis anderen zu helfen, den Eindruck haben unentbehrlich zu sein) oder auf Mv (sich Sicherheit zu verschaffen durch materiellen Besitz oder durch spirituellen Glauben) oder Tv (überbordender Affekt, Gewichtszunahme in der Vorstellung der „Mama“) oder auf Cv (der Erweiterung des Relationellen bis hin zur Obsession, dem Drang dem Irrationalen zu widerstehen, ohne es aufgeben zu können).
Meist genügt eine RESFO-Behandlung um einem Raucher zu helfen, vorausgesetzt er akzeptiert, in Zukunft weder zum Vergnügen noch aus Gewohnheit zu rauchen. Es gibt da den klassischen Fall, dass ein Raucher nach Monaten oder Jahren, nachdem er mit dem Rauchen aufgehört hatte, wiederkommt, weil der dem Vergnügen nicht widerstehen konnte, in einem vergnüglichen Augenblick, oftmals bei einer Familienfeier oder im Freundeskreis, eine Zigarette zu rauchen. Was das Gewohnheitsrauchen anbetrifft, so ist der Fall ganz einfach: die Gewohnheit ist ein Problem der Psyche. Die Psyche sucht nicht nach Nikotin sie verspürt ein Bedürfnis im Mund oder in den Fingern. Deshalb schaffen es manche Raucher, bestimmte Zigaretten loszuwerden, wenn sie stattdessen ein Holzstäbchen, ein Bonbon, eine Kaugummi etc. in den Mund nehmen. Aber diese Gegenstände sind Fremdkörper, sie existieren nicht in unserem Organismus und unsere Psyche wird immer das Bedürfnis verspüren danach zu suchen, weil sie einen Mangel empfindet. Wenn man jedoch jedes Mal, wenn man ein Bedürfnis in den Fingern oder im Mund verspürt, ein bisschen Wasser in den Mund nimmt und eine Zeitlang auch im Mund behält, bevor man es hinunterschluckt oder ausspuckt, dann hat die Psyche eine Antwort bekommen und das reicht ihr dann. Da unser Körper zu einem großen Teil aus Wasser besteht, ist Wasser kein Fremdkörper in unserem Organismus und unsere Psyche sucht deshalb nach einigen Tagen nicht mehr weiter danach.
Wir können nunmehr festhalten, dass die RESFO nicht das Rauchen an sich behandelt, sondern die Ursache, die einen zum Rauchen zwingt um weiterhin inmitten einer qualvollen Welt existieren zu können. Das gilt für die meisten Symptome, die nur Zeugen für unser Unwohlsein sind und sich in Form von Pathologien äußern, von milden Formen bis hin zu solchen, die unsere Existenz in Gefahr bringen. Aber natürlich müssen wir eines Tages sterben, so wie die Plazenta in utero, um unserem metaphysischen Teil die Geburt in eine Welt zu ermöglichen, die sich von der uns bekannten unterscheidet, sei es auf derselben Erde oder in einer anderen Galaxie.
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